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Smart geplant, klug gespart
Wer selbst Hand anlegt, pragmatisch plant, bei Materialien gut überlegt oder so manches Extra etwas aufschiebt, spart Geld.
Für Baufamilien wird es wieder einfacher, ihre Pläne zu finanzieren. Die restriktiven Vorgaben der KIM-Verordnung bei der Kreditvergabe laufen Ende Juni 2025 aus. Wer selbst mitarbeitet, vorausschauend plant und so manches aufschiebt, spart Geld – und trägt damit zusätzlich dazu bei, dass das Wunschhaus finanzierbar wird.
Das Grundstück, die Grunderwerbsteuer und die Erschließungskosten für Wasser, Strom oder Kanal, der Anwalt, die Kosten für den Keller, die Bodenplatte, der eigentliche Hauspreis, Gartengestaltung, Innenausbau (je nach Ausbaustufe) und Einrichtung: Der Weg zum Eigenheim ist wie ein Puzzle, bei dem viele Teile schließlich eine Gesamtrechnung ergeben. Nicht selten steht am Ende die Frage: Können wir uns das leisten?

© Lomiso – stock.adobe.com
Gute Nachrichten für Baufamilien
Ab 1. Juli 2025 lässt sich diese Frage wieder leichter mit Ja beantworten. Die sogenannte „KIM-Verordnung“, die die Vergabe von Krediten an sehr restriktive Vorgaben knüpfte, läuft Ende Juni aus. Seit August 2022 mussten Baufamilien für einen Kredit mindestens 20 Prozent Eigenmittel vorweisen, die Rückzahlungsrate durfte nicht mehr als 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens betragen. Dazu kam, dass die maximale Laufzeit eines Kredits 35 Jahre nicht übersteigen durfte. Die strengen Kriterien waren für viele Baufamilien eine Hürde, die nun wegfällt.
Möglichkeiten, die Kosten zu senken, gibt es viele
Weil aber auch in Zukunft eine sinnvolle Balance zwischen Eigenkapital, Einkommen und Rückzahlung Voraussetzung für eine erfolgreiche Finanzierung ist, lohnt es sich, beim Hausbau auch Sparpotenziale optimal auszuschöpfen. Und die gibt es: Das fängt schon beim Grundstück an. Ein kleinerer, vielleicht nicht ganz so prominent gelegener Baugrund ist günstiger als die Top-Lage. Mit einfachen Baukörpern und kluger Grundrissplanung lassen sich Quadratmeter einsparen. Ein Keller kostet mehr als nur eine Bodenplatte. Wer den zusätzlichen Raum nicht benötigt, kann beim Keller sparen. Bei einem Fertighaus sind Kosten und Zeitplan exakt kalkulierbar. Dabei bieten die Hersteller verschiedene Ausbaustufen an. Je nachdem, wie viel man selbst machen will, kommt ein Ausbauhaus, ein belagsfertiges oder schlüssel- bzw. bezugsfertiges Haus in Frage.


„Förderungen sind eine große Hilfe – man muss sie nur kennen.“
Werner Langbrucker von der Deutschen Vermögensberatung Bank AG
Bauherrenmithilfe immer beliebter
Das oberösterreichische Unternehmen WOLF Haus hat seit 50 Jahren beste Erfahrungen mit der Bauherrenmithilfe. „Derzeit nutzen drei von vier Kunden diese Möglichkeit“, beobachtet Michael Platzer, kaufmännischer Bereichsleiter bei WOLF Haus. Wer Familie oder Freund:innen hat, die auf der Baustelle mithelfen, kann bis zu 20 Prozent der Baukosten sparen – und hat Spaß beim gemeinsamen Anpacken. WOLF Haus stellt zwei bis drei Fachmonteure, unter deren Anleitung die Helfer:innen bei Fundament, Keller oder Ausbauhaus mitarbeiten. „Es braucht keine handwerkliche Ausbildung. Man sollte körperlich fit und nicht ganz ungeschickt sein“, sagt Platzer. Die Mithilfe kann anstrengend sein, aber am Schluss sind die Freude über das fertige Zuhause und der Stolz darauf umso größer.
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© wolfsystem.at
Sparen lässt sich auch, wenn man Dinge später umsetzt
Die Konzentration auf das Wesentliche hilft, dass ein Hausprojekt finanzierbar bleibt. Gartengestaltung, Terrasse, Zaun, Carport, Schwimmbad oder Dachausbau sind Dinge, die man zwar gut planen muss, aber zeitlich in der Umsetzung nach hinten schieben kann. Schließlich ist es in der Phase des Einzugs finanziell meist enger als ein paar Jahre später, wenn steigendes Einkommen und stabile Kreditraten wieder Spielraum für Extras lassen.
Von Anfang an mitdenken
Werner Langbrucker von der Deutschen Vermögensberatung Bank AG im Infocenter der Blauen Lagune empfiehlt, nachträgliche Ausgaben schon bei den Gesprächen mit den Finanzierungsexpert:innen in die Gesamtplanung einzubeziehen. Damit haben alle den gleichen Infostand über künftige Vorhaben und auch Planungssicherheit. Noch ein Tipp vom Finanzberater: „Viele Baufamilien wissen zu wenig über Förderungen. Es ist besser, damit 40.000 Euro reinzuholen, als irgendwo einzusparen.“ Da diese regional unterschiedlich ausfallen, ist die örtliche Finanzierungsberatung die erste Adresse – und manchmal ist genau das der fehlende Puzzlestein, um das Wunschhaus zu realisieren.
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