Zwei Arbeitskollegen in einem Büro sichten gemeinsam technische Zeichnungen auf einem Arbeitstisch.

Hausbaulexikon: F wie Fertighaustypenschein

Der Fertighaustypenschein bietet Baufamilien transparente Einblicke in die wichtigsten Merkmale ihres neuen Zuhauses.

Der Fertighaustypenschein dokumentiert die verwendeten Materialien sowie die Bauweise des Herstellers und ist damit eine wertvolle Grundlage für die Pflege des individuellen Traumhauses, spätere Renovierungsarbeiten oder Umbauten!

Wer sich in Österreich für ein Fertighaus entscheidet, kann sich auf die Einhaltung bestimmter Mindestanforderungen in Bezug auf Qualität und Sicherheit verlassen. Die ÖNORM B 2310 definiert als verbindlicher Leitfaden klare Kriterien, u. a. für Ausbaustufen (wie Ausbauhaus, belagsfertig oder schlüsselfertig) und energetische Richtlinien (wie Wärmedämmung oder Energieeffizienz). Diese Norm ist außerdem die Grundlage für den Fertighaustypenschein. Dieser garantiert, dass relevante Vorgaben, von der Tragfähigkeit über Bauphysik und Brandschutz bis hin zu Schallschutz, erfüllt sind. Der Fertighaustypenschein kann zudem verschiedene Angaben zu Bauweisen und Materialien (wie Putz, Farben und Lasuren), Heizungs-, Sanitär- und Elektroinstallationen sowie statischen Bemessungen oder auch Werkpläne enthalten und trägt damit zum Schutz vor versteckten Mängeln bei. Dabei geht es nicht um gesetzliche Vorgaben oder verbindliche Normen: Dieses Dokument dient vielmehr als Serviceinstrument, dessen Inhalte von Hersteller zu Hersteller variieren. Dank der transparenten Darstellung und der direkten Nachvollziehbarkeit wird außerdem das Vertrauen zum Anbieter gestärkt.

Eine Familie (Vater, Mutter und Tochter) bei der Wohnungsrenovierung.
Den richtigen Ton treffen: Durch die transparente Auflistung verwendeter Produkte werden Sanierungsarbeiten zum Kinderspiel.
© Jenko Ataman – stock.adobe.com

Flexible Ausgestaltung der Hersteller

Während einige Hersteller den Fertighaustypenschein mit unterstützenden Informationen erweitern, gestalten andere ihn bewusst schlank. Haas Haus etwa führt Nachbetreuungs- und Serviceintervalle in separaten Hinweisheften auf. HARTL HAUS ergänzt die Unterlagen um spezifische Details wie detaillierte Pflegeanleitungen oder Verwendungshinweise für eingesetzte Materialien und Komponenten.

Baustelle für ein Fertighaus, auf der drei Bauarbeiter vorgefertigte Wandelemente montieren.
Klar dokumentierte Kriterien im Bauprozess garantieren Qualität und Sicherheit beim Fertighausbau. © HARTL HAUS

Ein Plus an Sicherheit

Kontinuierliche Betreuung und langfristige Wartung sorgen für Werterhalt und Langlebigkeit. Gekoppelt an den Fertighaustypenschein, bietet Genböck Haus eigene Serviceverträge mit fixen Intervallen an, während HARTL HAUS individuelle Wartungspläne für wesentliche Details wie Fenster, Türen oder Haustechnik erstellt. Die Wartung kann dabei von einer reinen Sichtkontrolle mit beratendem Charakter bis hin zu detaillierten Feineinstellungen reichen. Der Typenschein bietet somit ideale Voraussetzungen für eine umfassende Nachbetreuung, erleichtert Modernisierungsarbeiten, nachträgliche Erweiterungen sowie Umbauten und stärkt das Vertrauen im Bauprozess – eine solide Grundlage für ein qualititätsvolles Zuhause, das in jeder Hinsicht überzeugt!

Headerbild: © HARTL HAUS

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