

Magazin „Dein Fertighaus“
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Smart geplant
In Japan wird Minimalismus besonders im Wohnraum gelebt. Auch für uns stellt sich zunehmend die Frage, wie viel Raum wir benötigen.
Durchdachte Konzepte helfen beim Hausbau, Fläche zu sparen – und damit auch Kosten.
Rund 20 Quadratmeter Wohnraum haben Menschen in Tokio zur Verfügung. Für uns nahezu undenkbar. Der Clou dabei sind durchdachte Wohnraumkonzepte, die kleine Räume vielseitig nutzbar machen. So ist es etwa traditionell üblich, das Futonbett tagsüber in einem Wandschrank, genannt Oshiire, zu verstauen, platzsparende Schiebetüren zu nutzen oder in der Küche auf ausziehbare Kochfelder zu setzen. Da Wohnraum auch bei uns zunehmend kostspieliger wird, setzt der moderne Fertighausbau auf wohlüberlegte, effiziente Lösungen, die den Traum vom Eigenheim dennoch realisierbar machen. Kompakte Grundrisse, integrierter Stauraum und eine gut geplante Innenarchitektur lösen dabei elegant den Spagat zwischen Wohnästhetik und Funktionalität. Sie zeigen: Weniger kann mehr.
Klare Raumaufteilung
Als Grundregel gilt: Ein klar strukturierter Baukörper nutzt die Fläche besonders effizient. Fertighaushersteller Genböck Haus etwa setzt dieses Prinzip bei kompakten Hausmodellen konsequent um. „Je weniger Vor- und Rücksprünge das Haus hat, desto besser lassen sich Fläche, Kosten und Energie nutzen“, erklärt Geschäftsführer Helmut Möseneder. „Wichtig ist dabei, Verkehrsflächen zu minimieren. Ein zentraler Wohnraum dient hier als Verteiler in die anderen Räume und auch eine zentral platzierte Treppe ermöglicht kurze, klare Wege.“ Im Innenraum ersetzen Schränke und Einbauten klassische Wände und ermöglichen eine flexible Raumnutzung. Zudem empfiehlt Möseneder eine frühe Planung der Möblierung unter Berücksichtigung von Tagesabläufen, Wegen und persönlichen Bedürfnissen.
Licht schafft Raum
Auch Wolf Haus hat durchdachte Lösungen für kompakten Wohnraum. Klare Linien, helle Räume und ein offenes Wohnkonzept tragen zum großzügigen Raumgefühl bei. „Große Fensterflächen, Sitzfenster und Eckverglasungen führen den Raum visuell weiter und vergrößern damit gefühlt den Wohnraum“, fasst es Hausdesigner Gustav Mahringer zusammen. Eine stimmige Anordnung von Fenstern und Türen macht den Unterschied. Ob der Blick ins Grüne fällt oder auf die Nachbarwand, verändert die Wirkung eines Raumes maßgeblich. Helle Farben und optische Tricks wie quer oder längs verlegte, durchgängige Bodenbeläge lassen Räume größer wirken. „Weniger ist oft mehr: Eine dezente Möblierung und hochwertige Solitärstücke bringen Ruhe in den Wohnraum“, so Mahringer. Ebenso entscheidend ist eine durchdachte Beleuchtung, die idealerweise gemeinsam mit Wohnexpert:innen geplant und umgesetzt wird.

Bestmöglich genutzt
Ein wichtiger Faktor bei der Planung ist Stauraum, der sich optisch harmonisch einfügt und den vorhandenen Raum bis in die letzte Ecke nutzt. So kann ein Platz unter der Treppe als Garderobe genutzt werden. Samt Haken, Ablageflächen oder Fächern entsteht ein aufgeräumter Eingangsbereich, ohne zusätzlichen Platz zu verbrauchen. „Ideal ist eine Mischung aus offenen und geschlossenen Bereichen“, so Horst Volek, Abteilungsleiter der Möbeltischlerei HARTL HAUS. „So wirkt ein Raum ordentlich und ist zugleich alltagstauglich.“ Auch Bücher lassen sich wunderbar unter einer Treppe verstauen und schaffen zudem eine gemütliche Atmosphäre. „Durch integrierte Regalböden wird etwa aus einem Durchgang ein Blickfang mit Funktion, der Wohnlichkeit und Stauraum ideal verbindet.“


INFO
– Smart bauen. Besser wohnen.
– Kompakter Baukörper nutzt jeden Quadratmeter Wohnfläche
– In die Höhe bauen spart Grundfläche
– Durchdachter Stauraum nutzt jeden Winkel
– Offene Wohnkonzepte lassen Räume luftiger und größer wirken
– Große Fensterflächen und helle Farben schaffen visuelle Weite





